Am Samstag den 20.6.26 fanden wir (14 erwartungsvolle, motivierte und friedvolle Menschen) uns im Gemeindehaus ein, um bei einem Workshop zum Thema „Frieden vermitteln als Einzelne/r und/oder als Gemeinde“ dabei zu sein. Wir wurden auch direkt von einer sehr engagierten Anthea wortwörtlich „in Gang „ gebracht um verschiedene ausgehängte Friedenszeugnisse zu erlesen. Zeugnisse geschrieben von einem Kriegsdienstverweigerer, einer Soldatin, einer Fachpflegekraft aus Kandahar, einer Staatsanwältin, einem Deserteur von 1945,…..Kurz, von ganz unterschiedlichen Menschen, die sich Gedanken gemacht haben und „Stellung bezogen“ – eine Meinung zu Krieg und Kriegsführung, haben.
Danach gingen wir zu dritt in Kleingruppen um „Reden und Hören“ einzuüben. Das ist eine tolle und praktische Methode um ein gesichertes Zuhören und ein überlegtes Reden zu gewährleisten. Jeder Mensch in der Kleingruppe hat die Möglichkeit 3 Minuten lang seine Meinung zu einem Thema darzustellen. In dieser Zeit sind die anderen Gruppenteilnehmer still. Einwürfe und Kommentare sind nicht erlaubt. Nach dieser ersten 3minütigen Redezeit, hat der nächste Mensch in der Kleingruppe die Möglichkeit seine Meinung zu äußern bzw. auf seinen Vorredner zu reagieren. Diesmal hören die anderen 2 ruhig zu. Mit dem dritten Menschen wird genauso verfahren. Meistens wird bei dieser angewandten Methode noch eine 2. Gesprächsrunde im gleichen Muster gehalten. Oftmals sind die beteiligten Menschen beeindruckt von der neuen Art des Zuhörens und von der Erfahrung, dass man ohne unterbrochen zu werden, frei sprechen darf (aber nicht muss – wenn nicht geredet wird, wird geschwiegen).
„Wie geht es uns mit unserem Friedenszeugnis?“
Das besprachen bzw. beschrieben wir dann in der Großgruppe. Ein bunter Teppich aus Meinungen, Erfahrungen, Wünschen und Ideen entstand. Angeregt durch Anthea konnten wir unsere Gedanken konkretisieren, damit Wünsche nach friedvoller Sichtbarkeit nicht nur Wünsche bleiben, sondern kreative Möglichkeiten und Ideen praktisch umsetzbar werden. So beendeten wir den gelungenen Workshop mit vielen guten Gedanken, Motivation und Hoffnung. Zurück bleiben hoffentlich nicht nur unsere Aufzeichnungen, die immer noch im Gemeindehaus für alle aushängen. Wir haben es aufgehängt, um uns und andere daran zu erinnern wie wichtig es ist, selbst eine Meinung zum Thema Frieden zu haben und wie wichtig es ist, diese auch in Worte fassen zu können um sie mit anderen zu teilen. Wir haben sie aufgehängt, um daran zu erinnern, dass jede und jeder von uns am „Frieden werden“ beteiligt sein kann (z.B. auch wenn es darum geht, Geld gewinnbringend anzulegen) und dass Friedensgebete niemals umsonst sind. Es geht darum Feinbilder abzubauen und Vertrauen aufzubauen und dabei u.a. kreativ zu werden und auf Gottes Unterstützung zu vertrauen.
Abgerundet wurde der gelungene Workshop mit dem Gottesdienst am Sonntag (21.6.2026), der von Anthea gehalten wurde. Vielen Dank!
[Bericht von Sandra Janzen]