In unserer Gesellschaft stellen immer mehr Menschen anscheinend unvereinbare Unterschiede fest und erleben Trennung. Manche führen das zurück auf die wachsende Pluralität an Lebensformen und Herkunftskulturen. Daraus leiten sie ab, dass unsere Gesellschaft einheitlicher werden sollte – sei es durch eine Leitkultur für alle oder Remigration der als „anders“ Wahrgenommenen. Dahinter stecken gefährliche Ideologien, die an faschistische Gewalt erinnern. Eine Überwindung der Spaltung erreichen sie nicht – ganz im Gegenteil.
Die biblischen Mahnungen, die Rechte der Fremden zu achten, weil man selbst fremd gewesen ist, das verbindende Handeln Jesu gerade gegenüber den Ausgegrenzten seiner Zeit und die Geschichten der frühen Gemeinden zeigen einen ganz anderen Umgang mit Verschiedenheit. Echte Begegnungen, gelingende Dialoge und Freude an Vielfalt fördern Zusammenhalt.
Was nun kann das Friedenszeugnis Deiner Gemeinde ist dieser Situation sein? Wir haben mit dem Einüben guter Dialogformate auf der Herbsttagung 2025 angefangen. Dort haben wir ein einfaches Dialogformat zusammen mit Demokratie leben e.V. eingeübt. Erfreulicherweise konnten Teilnehmende der Herbsttagung es bereits in ihren Kontexte tragen und anwenden – mit sehr positivem Feedback!
Gut gestaltete Dialogräume braucht es auch für politische Diskurse. Wir können gemeinsam vorbereiten, wenn Ihr bei Euch eine Veranstaltung mit Entscheidungstragenden in Politik und Gesellschaft plant.
Und nicht zuletzt: Auch in unseren Gemeinden gibt es Trennendes. Das ist so, wenn engagierte Menschen zusammenwirken. Manche Verletzung ist dabei nicht schon morgen vergessen. Es braucht geschützte Versöhnungsräume, in denen Verletzungen, Ausgrenzungen und Trennungen vor GOTT und unter uns angeschaut werden können. Das MFB begleitet Euch gerne, wenn Ihr Schritte in diese Richtung gehen wollt.