Stadtteilarbeit

von | Mai 23, 2017 |

Stadtteilarbeit im Berliner Bezirk Neukölln

Das MFB ist Mitglied des Stadtteil-Netzwerks Kranold-Weder-Netz (www.kranoldwedernetz.de) in einem sozialen Brennpunkt des Berliner Bezirks Neukölln, Neubritz. Neubritz ist ein von der Politik vernachlässigter Stadtteil, der geprägt ist von hoher Arbeitslosigkeit, Frustration, Gewalt. Das Stadtteil-Netzwerk versteht sich kulturenübergreifend, religionenübergreifend und generationenübergreifend.

Termine für Café Global und Café Abraham-Ibrahim

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Kooperationen zur Gewaltprävention

Karate für Bonsais

Das MFB arbeitet zusammen mit einem Sportverein und einer Grundschule an Kursen zur Gewaltprävention: Mädchen zwischen 6 und 12 Jahren sollen durch Selbstbehauptungskurse bei ihrer Identitätsbildung unterstützt und gestärkt werden. Weiterer Schwerpunkt und Zielsetzung ist die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Konfliktfähigkeit der teilnehmenden Mädchen.
Durch Übungen für Atem, Stimme, Körpersprache, durch Gespräche und Rollenspiele zu alltäglichen Belästigungs- und Gewaltsituationen werden Mädchen befähigt, sich selbst und andere Menschen realistischer einzuschätzen, damit sie verbalen und körperlichen Übergriffen angemessen begegnen können – alles wichtige Voraussetzungen zur Gewaltprävention.

Einige Mädchen, die zuvor einen „Schnupperkurs“ in der Turnhalle der Silberstein-Schule genossen haben, wechseln im Anschluss daran zum Bonsaikurs, wo sie dann auch einen Karateanzug vom Verein erhalten.

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Karate für Jungen

Die Bonsais haben seit kurzem einen kleinen Bruder: einen Kurs für Jungen. Seit Januar 2012 treffen bis zu zwölf Jungen zwischen 8 und 12 Jahren aus dem Kiez, um sich auf die Karate- Lehrerin Bärbel Düsing und Wado-Ryu-Karate einzulassen. Einige von den Teilnehmern sind trotz ihres jungen Alters sehr gewaltfreudig – für sie wird sich der Kurs stärker auf Selbstwahrnehmung, Selbstkontrolle und Respekt fokussieren.

Kooperationen zum interkulturellen und interreligiösen Dialog

Café Global

Im Café Global ist es gelungen, dass Menschen, die sich sonst nie begegnet wären, miteinander essen und trinken, diskutieren und sich austauschen: BerlinerInnen mit und ohne Migrationshintergrund treffen sich jeden Mittwoch zwischen 19.00 und 21.00 Uhr. Die Kooperationen mit dem Rat Afrikanischer Christen in Berlin-Brandenburg (RACiBB LINK: www.racibb.org) und der Berliner Mennoniten-Gemeinde (BMG LINK: www.berliner-mennoniten-gemeinde.de) lassen Menschen mit osteuropäischen und afrikanischen Wurzeln aufeinander treffen. Die Nationenvielfalt spiegelt die Globalität im Lokalen wider.

Verantwortet vom MFB in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Pastoralen Zentrum

Ort: Internationales Pastorales Zentrum, Kranoldstraße 24A, 12051 Berlin

Café Abraham – Ibrahim

Im Café Abraham-Ibrahim soll die Vielfalt der Religionen und Kulturen als wichtige Bereicherung für den Stadtteil und die Gesellschaft verstanden werden – so wie die Vielfalt der Zutaten eines Menüs das Ganze ausmachen. Wie in einem Kochkurs darf ungeniert nach den unterschiedlichen Zutaten der jeweiligen Religion gefragt werden: wo sie herkommen, warum sie benutzt werden, welche Wirkung sie haben und … und …und…

Das Treffen interessierter Muslime, Muslimas, Christen, Christinnen, Atheisten, Atheistinnen soll helfen, den anderen und die andere begreifen zu lernen, Unterschiede zu akzeptieren und nach gemeinsamen Werten zu fragen. Gerade im schon seit Jahrhunderten als „heidnisch“ verschrieenen Berlin gibt es eine Vielfalt von Religionen und religiösen Gemeinschaften. Wer die religiöse Dimension aus der Frage nach einer gemeinsamen gesellschaftlichen Wertebildung herauslösen will, verkennt die integrierende Kraft von Religion und Glauben in der Geschichte der Menschheit. Menschen unterschiedlichster Kultur und Bildung wurden unter ihrem jeweiligen Dach vereint. Andererseits zählen Religionen auch zu den hartnäckigsten Friedensstörern, weil Endgültigkeits- und Exklusivitätsansprüche den Blick für ihre Gemeinsamkeiten verstellen und Feindbilder entstehen lassen. Wo sich Religionen abschotten, entsteht religiöser Fanatismus.

Alle 14 Tagean einem Dienstagabend zwischen 19.00 und 21.00 Uhr findet das Café statt.

Verantwortet vom MFB in Zusammenarbeit mit dem Internationalen Pastoralen Zentrum

Ort: Internationales Pastorales Zentrum, Kranoldstraße 24A, 12051 Berlin

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