Kritische Begleitung

von | Mai 23, 2017 |

Dem Friedenszeugnis Gehör verleihen auf gesellschaftlichen und politischen Ebenen

„In die rauen Realitäten einer Welt voller Gewalt Elemente einer idealen Gesellschaft hineinzubringen“ – so beschrieb das Mennonite Central Committee (MCC) seine Motivation, als es sich als Nichtregierungsorganisation (NGO) am Sitz der UNO in New York registrieren ließ. Diese Aufgabe kann auf unterschiedlichen Ebenen, in und mit unterschiedlichen Organisationen und Institutionen umgesetzt werden.

So ergreift das Friedenszentrum durch die Mitgliedschaft im Beirat des Beauftragten der Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) am Sitz der Bundesregierung, sich direkt in das aktuelle politische Tagesgeschehen einzumischen, in Zusammenarbeit mit anderen kirchlichen und nichtkirchlichen Beauftragten, nach den Vorbildern der MCC-Verbindungsbüros am Sitz der US-Regierung in Washington und am Sitz der UNO in New York.

Beispiele aus den letzten Jahren sind die kritischen offenen Briefe zum Militäreinsatz in Afghanistan (2007) und der Aufruf an die Gemeinden, sich mit Briefen an die BundestagskandidatInnen für die Bundestagswahl 2008 zu wenden, um ihnen kritische Fragen zu ihrer Haltung zum Afghanistan-Einsatz zu stellen.

Die Arbeitsgemeinschaft Mennonitischer Gemeinden (AMG) und die Vereinigung Evangelischer Freikirchen (VEF) befinden sich derzeit in der Diskussion u.a. mit dem Bundesministerium für Verteidigung bezüglich der deutschen Militarisierung, der Rüstungsexporte und der verstärkten Präsenz von Bundeswehr-Jugendoffizieren in Schulen (Wort zur Friedensethik – Brief ).

1 International operierendes Mennonitisches Hilfswerk der nordamerikanischen Mennoniten, mcc.org.